Japaner in Leipzig

Fast 9000 Kilometer Luftlinie trennen Tokyo und Leipzig, geographisch betrachtet, liegen Sachsen und Japan auf der jeweils anderen Seite des Globus. Eine Reise nach Japan dauert heute mit dem Flugzeug gut 20 Stunden, doch vor hundert Jahren war diese enorme Distanz nur mühsam zu überwinden. Erst mit dem Dampfschiff und der Eröffnung des Suezkanals verkürzte […]

Fast 9000 Kilometer Luftlinie trennen Tokyo und Leipzig, geographisch betrachtet, liegen Sachsen und Japan auf der jeweils anderen Seite des Globus.

Eine Reise nach Japan dauert heute mit dem Flugzeug gut 20 Stunden, doch vor hundert Jahren war diese enorme Distanz nur mühsam zu überwinden. Erst mit dem Dampfschiff und der Eröffnung des Suezkanals verkürzte sich die Reisezeit zwischen Hamburg und Japan von etwa 200 auf gut 100 Tage. So erscheint es uns heute verwunderlich, dass ungeachtet langer Reisewege bis zum Ersten Weltkrieg mehr als 200 Japaner nach Leipzig kommen, um hier zu studieren.

Was bewegte sie dazu und warum besuchten sie gerade die Universität Leipzig?

Japan versuchte mit den Meiji-Reformen (ab 1868) einen gewaltigen Sprung von der feudalen Gesellschaft in die Moderne. Dazu war es dringend notwendig, den technologischen und gesellschaftlichen Anschluss an die europäischen Staaten herzustellen. Etwa 1700 Japaner, darunter nur eine einzige Frau,besuchten zwischen 1870 und 1914 Deutschland, einen wirtschaftlich und politisch als besonders fortschrittlich geltenden Staat. [Weiterlesen, PDF]

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