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Alumni der Universität | „Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen!“ – Karl Theodor Körner

Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein? Hör’s näher und näher brausen. Es zieht sich herunter in düsteren Reihn, Und gellende Hörner schallen darein, Erfüllen die Seele mir Grausen. Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt: Das ist, Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd. Von Volker Schulte Die Zeit des Leipziger Studiums des Dichters Karl Theodor […]

Theodor Körner.

Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein?

Hör’s näher und näher brausen.
Es zieht sich herunter in düsteren Reihn,
Und gellende Hörner schallen darein,
Erfüllen die Seele mir Grausen.
Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt:
Das ist,
Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

Von Volker Schulte

Die Zeit des Leipziger Studiums des Dichters Karl Theodor Körner (1791-1813) ist schnell erzählt, betrifft es doch nur eine kurze, unergiebige Etappe seines ohnehin nur kurzen Lebens.

Im Rückblick wird er gut zwei Jahre später, inzwischen wohlbestallter k. k. Hoftheaterdichter in Wien, sagen, in Leipzig sei er „ein roher, wilder Bursche“ gewesen und habe sich „in seichter Gesellschaft von Studenten herumgeschlagen“. Mit der Gitarre auf dem Rücken und einem eigenen Gedichtband („Knospen“) in der Tasche traf Körner Anfang August 1810 in Leipzig ein.