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Karl Brandan Mollweide | Astronom, Observator der Universitäts-Sternwarte

Wer war Mollweide? Zwei herausragende Entdeckungen Mollweides im Bereich der Mathematik sind bis heute aktuell: kartographische Entwürfe einer Weltkarte und die nach ihm benannten trigonometrischen Formeln. Karl Brandan Mollweide wurde 1774 in Helmstedt geboren, studierte von 1794 bis 1797 Mathematik und Philologie an der Universität Helmstedt [Digitalisat Matrikel Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ]. Ab 1811 […]

Abb.: Mollweide-Projektion, Weltkarte nach Mollweide
Abb.: Mollweide-Projektion, Weltkarte nach Mollweide

Wer war Mollweide? Zwei herausragende Entdeckungen Mollweides im Bereich der Mathematik sind bis heute aktuell: kartographische Entwürfe einer Weltkarte und die nach ihm benannten trigonometrischen Formeln.

Karl Brandan Mollweide wurde 1774 in Helmstedt geboren, studierte von 1794 bis 1797 Mathematik und Philologie an der Universität Helmstedt [Digitalisat Matrikel Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ]. Ab 1811 war er Professor für Astronomie und Mathematik an der ‪Universität Leipzig‬, außerdem Observator der Universitäts-Sternwarte auf der Pleissenburg. Mollweides umfangreiche Vorlesungsthemen  an der Universität Leipzig vom Wintersemester 1814 bis Wintersemester 1824 spiegeln sein breites Forscherspektrum wieder.

Mollweide war entschiedener Gegner der Farbenlehre von Goethes, schon 1810 erschien in Halle eine Schrift „Prüfung der Farbenlehre des Herrn von Goethe und Vertheidigung des Newton’schen Systems gegen dieselbe“.  1825 war der Astronom Kollegiat des großen Fürstenkollegiums.
Verschiedene Forschungen im Universitätsarchiv Leipzig beschäftigen sich mit dem herausragenden und international anerkannten Mathematiker, sie sind als Belegexemplare einsehbar: u.a. Wu, Rex H. Man versus Technology: The Story of Mollweide an Some Trigonometric Identities, New York, Bibliothek 5435.

Interessante Schriften Mollweides:
Prüfung der Farbenlehre des Herrn von Goethe und Vertheidigung des Newton’schen Systems gegen dieselbe, Halle 1810.
De Quadratis magicis. Commentatio, Leipzig 1816. Lehrbegriff der Optik und Perspective (Lehrbegriff der gesamten Mathematik, Bd. 7), Leipzig 1818.
Adversus novissimos chronologiae mysticae auctores et astrologiae patronos, Leipzig 1821.
Logarithmische Tafeln für die Zahlen, Sinus und Tangenten, Leipzig 1821.
Arbeiten über geometrische Kartographie, trigonometrische Formel (Mollweide’sche Gleichungen).
Karl Brandan Wollweide (3.2. 1774, Wolfenbüttel, – 10. 3. 1825, Leipzig)