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Universitätsgeschichte

Historische Studentenstatistik| Einführung von „Sollbüchern“ als Personalverzeichnisse ab dem Wintersemester 1932/33

Immatrikulationen und Promotionen an der Universität Leipzig zwischen 1930 und 1950 Seit der Universitätsgründung von 1409 bis zum Jahre 1930 hatten sich mehr als 300.000 Studenten an der Universität Leipzig immatrikulieren lassen. Gut 38.000 Personen hatten zudem bis 1930 einen Magister- oder Doktortitel an der Universität Leipzig erworben. … Die Matrikelbücher der Universität Leipzig enden im […]

Immatrikulationen und Promotionen an der Universität Leipzig zwischen 1930 und 1950

Seit der Universitätsgründung von 1409 bis zum Jahre 1930 hatten sich mehr als 300.000 Studenten an der Universität Leipzig immatrikulieren lassen. Gut 38.000 Personen hatten zudem bis 1930 einen Magister- oder Doktortitel an der Universität Leipzig erworben. …

Die Matrikelbücher der Universität Leipzig enden im Jahr 1932. Für die folgenden Jahre sind keine sicheren Zahlen über die Immatrikulationen zu erhalten. Ab dem Wintersemester 1932/33 werden so genannte „Sollbücher“ als Personalverzeichnisse geführt, in denen in alphabetischer Reihung die Namen aller eingeschriebenen Studenten enthalten sind. Zunächst werden nur die Neu-Immatrikulierten in diesen Büchern geführt, ab dem Sommersemester 1936 werden alle eingeschriebenen Studenten darin verzeichnet. Aus diesen Sollbüchern lassen sich wiederum Statistiken über die Anzahl der Studenten ableiten. Dabei wurden jeweils Winter- und Sommersemester zu einem statistischen „Kalender-Jahr“ zusammengezogen und aus den unterschiedlichen Frequenzzahlen ein Mittelwert gebildet.

Erst seit 1938 wurde in der Philosophischen Fakultät (in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Abteilung) der Titel eines Dr. rer. nat. vergeben, es existierte bereits seit 1920 ein gesondertes Promotionsverzeichnis. Dagegen wurden die wenigen agrarwissenschaftlichen Promotionen, die zum Dr. agr. führten, nicht gesondert verzeichnet, sie werden hier unter den Zahlen für den Dr. phil. mit abgehandelt.