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Universitätsgeschichte

Als die Universität brannte | Der 4. Dezember 1943 | Ein Zeitzeugenbericht des Kunsthistorikers, Archäologen und Bildhauers Dr. Herbert Küas

Über den Leipziger Kunsthistoriker, Archäologen und Bildhauer Dr. Herbert Küas. Als die Universität Leipzig vor 50 Jahren am 4. Dezember 1943 im alliierten Bombenhagel fast vollständig unterzugehen drohte, gab es viele Zeugen, aber keine schriftlichen Zeugnisse. Die Menschen, meist Frauen, Kinder und ältere Leute, liefen, um das nackte Leben zu retten. Der vorliegende Bericht beschreibt […]

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Erster Weltkrieg Universitätsgeschichte

Jahreswechsel 1914/1915

Die anfängliche Kriegseuphorie im Deutschen Reich rührt vor allem aus der weitverbreiteten Annahme der deutsche Einsatz wäre nur ein rascher und siegreicher Feldzug. Doch stattdessen kam es zu einem langwierigen Stellungskrieg an zwei Fronten. Am 27. Juli 1914 fand eine Großkundgebung der Universität zur Unterstützung des bevorstehenden Kriegsausbruches in Verbindung mit der Verabschiedung der einberufenen österreichischen […]

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Frauenstudium Universitätsgeschichte

Dürfen Frauen studieren? Pro und Contra

Abbildung: Wilhelm Wundt, Verfechter des Frauenstudiums, im Kreise seiner Mitarbeiter Die Leipziger Professoren waren sich in der Frauenfrage uneins. Befürworter und Gegner des Frauenstudiums brachten jeweils ihre Argumente vor und äußerten oft sehr eigenwillige Behauptungen fern jeglicher Wissenschaft. Ein besonders vehementer Kritiker prägte gar den Begriff vom „physiologischen Schwachsinn des Weibes“.  Der Streit, ob man […]

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Universitätsgeschichte

Die Paulinerkirche und die Politik | Barbarischer Akt der Vernichtung

30. Mai 1968, 10 Uhr: Sprengung der Universitätskirche St. Pauli. Barbarischer Akt der Vernichtung „Das Ding muss weg“, verlangt Staats- und Parteichef Walter Ulbricht 1968. Er meint die Universitätskirche St. Pauli, die ihm ein Dorn im Auge ist. Der Augustusplatz heisst inzwischen Karl-Marx-Platz – und die sozialistische Universität soll einen neuen Campus erhalten. Am 30. […]

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Holocaust Universitätsgeschichte

In Auschwitz ermordete Universitätsangehörige | Max Brahn, Lucy Beck, Siegmund Hellmann

In Auschwitz ermordete Universitätsangehörige: Max Brahn, Lucy Beck, Siegmund Hellmann Max Brahn Der Schüler Wilhelm Wundts und langjährige Lehrer der Psychologie an der Universität Leipzig, Max Brahn wurde am 15. Juni 1873 in Laurahütte, in der Nähe von Kattowitz und Königshütte in Oberschlesien, geboren. Ende Oktober 1944 wurde er trotz gegenteiliger Zusicherung der Nazis mit […]

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Universitätsgeschichte

Die Nacht vom 9. zum 10. November 1938 in Leipzig

Thora Rolle aus einer Leipziger Synagoge, gerettet aus der Progromnacht. Sie wurde auf dem Dachboden der Universitätsbibliothek versteckt. Ein Geschenk des Verbandes ehemaliger Leipziger in Yad Vashem. „Aeußere Ansicht der neuen Synagoge in Leipzig.“ Gartenlaube, 1854.   In der Gartenlaube aus dem Jahre 1854 steht zum geplanten Bau der Synagoge folgendes: „Nirgends mußte so sehr wie […]

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Universitätsgeschichte

Historische Studentenstatistik| Einführung von „Sollbüchern“ als Personalverzeichnisse ab dem Wintersemester 1932/33

Immatrikulationen und Promotionen an der Universität Leipzig zwischen 1930 und 1950 Seit der Universitätsgründung von 1409 bis zum Jahre 1930 hatten sich mehr als 300.000 Studenten an der Universität Leipzig immatrikulieren lassen. Gut 38.000 Personen hatten zudem bis 1930 einen Magister- oder Doktortitel an der Universität Leipzig erworben. … Die Matrikelbücher der Universität Leipzig enden im […]

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Universitätsgeschichte

Aus der Geschichte || Grobe Riten und Grünschnäbel

Grobe Riten und Grünschnäbel Bei der Deposition wurde der frisch immatrikulierte Student einem Initationsritual unterworfen. Dem Beanus (nach dem französ. „bejaune“ = Grünschnabel“) wollte man Faulheit, Dummheit und Nichtsnutzigkeit „austreiben“, und er sollte zu einem nützlichen Mitglied der akademischen Gemeinschaft werden. Mit der Zange wurde der Bacchantenzahn gezogen, mit dem Beil entfernte man die Hörner […]

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Universitätsgeschichte

Rektoren der Universität |Hoch geehrt und viel getadelt | Die Leipziger Universitätsrektoren und ihr Amt bis 1933.

Im Dezember 1409 wählten die im Leipziger Thomaskloster versammelten Magister und Doktoren erstmals aus ihrer Mitte heraus ein Oberhaupt der Universität. Für ein Semester gewählt, hatte der rector magnificus den Universitätsschatz zu hüten, Streitigkeiten zu schlichten und Recht zu sprechen, neue Studenten wie Lehrkräfte auf die Satzungen der Universität zu verpflichten sowie die akademische Korporation […]

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Studentischer Widerstand Universitätsgeschichte

Ehrenbuch der Universität Leipzig

In diesem Ehrenbuch wird an Studenten und Angehörige der Universität Leipzig erinnert, die in der Zeit der beiden deutschen Diktaturen verfolgt wurden, ihr Eintreten für Demokratie und Menschenrechte mit dem Leben bezahlt haben oder eingekerkert worden sind. Es soll Gedenken und Erinnerung wachhalten und zugleich Mahnung für die Nachfolgenden sein.