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Universitätsgeschichte

Als die Universität brannte | Der 4. Dezember 1943 | Ein Zeitzeugenbericht des Kunsthistorikers, Archäologen und Bildhauers Dr. Herbert Küas

Über den Leipziger Kunsthistoriker, Archäologen und Bildhauer Dr. Herbert Küas. Als die Universität Leipzig vor 50 Jahren am 4. Dezember 1943 im alliierten Bombenhagel fast vollständig unterzugehen drohte, gab es viele Zeugen, aber keine schriftlichen Zeugnisse. Die Menschen, meist Frauen, Kinder und ältere Leute, liefen, um das nackte Leben zu retten. Der vorliegende Bericht beschreibt […]

Über den Leipziger Kunsthistoriker, Archäologen und Bildhauer Dr. Herbert Küas.

Als die Universität Leipzig vor 50 Jahren am 4. Dezember 1943 im alliierten Bombenhagel fast vollständig unterzugehen drohte, gab es viele Zeugen, aber keine schriftlichen Zeugnisse. Die Menschen, meist Frauen, Kinder und ältere Leute, liefen, um das nackte Leben zu retten. Der vorliegende Bericht beschreibt exakt, was in dieser Nacht passiert ist. Wir erfahren, daß die Universitätsleitung kaum Vorkehrungen für eine solche Katastrophe getroffen hatte. Nurzum kleinen Teil haben Auslagerungen in den Instituten oder Registraturen stattgefunden. Die Wasser vorräte versiegten; es brannte die ganze Stadt. Erst nach Tagen bekam man die Feuer unter Kontrolle. Die Universität schien nach jahrhundertewährendem Aufstieg in die Geschichtslosigkeit zu fallen. Der Kunsthistoriker, Archäologe und Bildhauer Dr. Herbert Küas, 1900 in Leipzig geboren und 1983 nach einem erfüllten Leben in seiner Heimatstadt gestorben, ist der Verfasser dieses Berichtes. Seine entschlossene, zupackende Art ist auch später für ihn charakteristisch. Von Hause aus Prähistoriker, kamen später starke kunsthistorische Interessen hinzu. In über 60 Veröffentlichungen hat er eigene Forschungsergebnisse vor allem zur Baukunst des Mittelalters niedergelegt. Erwähnt sei die Monographie „Das alte Leipzig in archäologischer Sicht“ (1976), herausgegeben von seinem Biographen Werner Coblenz. Küas war kein Mann der Anpassung, weder in der ersten noch in der zweiten deutschen Diktatur. Zwischen 1943 und 1946 arbeitete er am Psychologisch-Pädagogischen Institut der Universität. Davor und danach war er freiberuflich tätig. Der eigenwillige Mann wollte stets frei sein. Sein ganzes Tun und Trachten galt der ganzes Tun und Trachten galt der Wissenschaft. Allein dafür hat er gelebt.


Nachfolgend der Bericht von Dr. Herbert Küas über seine Erlebnisse während des verheerenden Luftangriffs auf Leipzig in der Nacht des 4. Dezember 1943. Der Bericht entstand auf Geheiß des damaligen Direktors des Psychologisch-Pädagogischen Instituts, Prof. Dr. Volkelt (1), und ist am 12. Januar 1944 geschrieben worden.

Da ich vom Universitätsdreieck nicht mehr als zwei Kilometer entfernt wohnte, war mir von der Luftschutzleitung der Universität die Verpflichtung auferlegt worden, bei jedem Alarm sofort zur Universität zu kommen – eine Aufforderung, der ich schon verschiedentlich Folge geleistet hatte. Es war mir dabei klar geworden, daß ich mich im Falle eines überraschenden Angriffs aufs äußerste beeilen müsse, um die Befehlsstelle zu erreichen. Als gegen 4 Uhr nachts der Alarm erfolgte, war ich von einem bevorstehenden Großangriff überzeugt, lief rasch zur Universität, kam jedoch in den einsetzenden Angriff hinein, doch gelang es mir, kurz vor der ersten Welle, die Befehlsstelle im Hof der Universität zu erreichen. Da ich dort gleich Herrn Martin (3) traf, begab ich mich sofort in den Geräteraum, um den Feuerwehranzug überzuziehen.

Da ich im Geräteraum der einzige war, jederzeit jedoch mit dem Ver löschen des elektrischen Lichtes gerechnet werden mußte (Notbeleuchtung in Form von Windlichtern war leider nicht vorhanden), beschloß ich, sofort alle Geräte abzumontieren und in den größeren Vorraum griffbereit zu gruppieren. Ich stellte ferner fest, daß die Wasserzufuhr im Universitätsbereich bereits versagte. Alsdann kam die Meldung, daß der Luftschutzleiter einen Brand im Hauptgebäude (4) festgestellt habe und Geräte und die Wassereimer anforderte. Ich gab daraufhin das Material aus und wurde anschließend von Herrn Martin beauftragt, Meldung auf der Feuerwehr zu machen. Es brannten sofort stark die Baukomplexe Felsche, Eulitz, Bornerianum (5) – das Hauptgebäude am Südflügel zwischen Akademie der Wissenschaften (6) und Hörsaal 36 – das Haus Ecke Universitäts- und Schillerstraße vom Dachstuhl aus (Romanisches Institut).

Auf der Hauptfeuerwache wurde mir mit geteilt, daß keinerlei Löschmittel zur Verfügung ständen. Die wenigen vorhandenen Löschzüge seien eingesetzt – die Stadt brenne in allen Richtungen. Ich verlangte Weitergabe meiner Meldung im Falle des Einsatzes auswärtiger Hilfszüge. In Verbindung mit diesem Meldegang schloß ich das Hauptportal des Hauses Schillerstraße 7 auf, dessen Schlüssel ich als Institutsassistent besaß. Ich öffnete sodann das Psychologisch-Pädagogische Institut und stellte fest, daß das ganze Haus noch feuerfrei war. Ich holte rasch die Kellerschlüssel aus dem Büroraum, nahm gleich die Schreibmaschine mit hinunter und öffnete noch die Kellertüren, um unser Material für eine Bergungzugängig zu machen. Da sich die Brände ringsum gewaltig entwickelt hatten, beschloß ich, mich über die Gesamtlage des Universitätsblockes zu unterrichten, weil ich in erster Linie besorgt war, ob es bei dem unaufhaltsamen An wachsen des Feuersturmes möglich sein würde, die Menschen, die sich in den Luftschutzkeller der Universität geflüchtet hatten (meist Frauen mit Kindern und ältere Leute), noch aus der Gefahrenzone heraus zubringen.

Nach mir mitgeteilten Vorgängen in anderen Orten schien mir eine solche Maßnahme jetzt dringend geboten. Es war nicht mehr zu ermessen, welche Teile des Kellers noch halten würden. In die Befehlsstelle zurückgekehrt, schlug ich also vor, die Lage nochmals zu prüfen. Nachdem ich dies mit zwei Studenten getan hatte, empfahl ich den Abtransport der in den Luftschutzkeller Geflüchteten, die dort nunmehr völlig im Dunkeln saßen. Vier Medizinstudenten beauftragte ich, eine verletzte Frau zur nächsten Rettungsstelle zu tragen, nachdem mich ein Arzt um die weitere Betreuung gebeten hatte. Ich teilte außerdem fünf Studenten ein, den Zug der Zivilisten in Gruppen zu übernehmen und mir folgend durch die Anlagen am Rathaus über die Tauchnitzbrücke ins Freiezubringen, was in dieser Form auch geschah. Der Menschenzug, dessen Teilnehmer sich inzwischen mit anderen Flüchtlingen vermischt hatten, drohte am Königsplatz (7) auseinanderzulaufen und zum Teil in Unkenntnis der Lage in die ringsum brennenden Straßen, durch die ein wahrer Feuersturm tobte, zurückzufließen.

Ich blieb deshalb an diesem Punkte stehen und wies die Um herirrenden weiter in Richtung TauchnitzBrücke, Johanna-Park (8). Meiner Schutzuni form zufolge wandten sich Menschen mit allen möglichen dringlichen Fragen an mich, so wegen der Räumung weiterer Luftschutz keller usw. Ich stellte fest, daß im ganzen Umkreis auch nicht ein einziges Organ irgendeiner Formation da war, das die dringliche Aufgabe des Ordnens übernom men hätte. Ich selbst mußte zur Befehlsstelle zurückkehren und tat dies auch, als der Menschenzug nachließ. Als ich zurückkam, lagen brennende Balken vor dem Eingang zum Luftschutz keller, der verlassen worden war. Wie ich später erfuhr, haben sich die Medizinstudenten der aussichtslosen Lage wegen zu ihren Kliniken begeben, um dort zu helfen; die Beamten gingen in ihre nahen bren nenden Wohnungen, um dort zu bergen: Vorgänge, die gewiß ihre Berechtigung haben. Ich konnte trotzdem nicht annehmen, daß sich die Luftschutzwache völlig aufge löst, noch habe ich, wie dann behauptet wurde, Veranlassung dazu gegeben.

Eine Vertretung hätte mindestens zurückbleiben müssen. Äußerst nachteilig war es, daß nicht am Mendebrunnen ein Treffpunkt für alle Professoren, Studenten, Beamten des Uni versitätsdreiecks ausgemacht worden war, wohin sich sobald als möglich zu begeben habe jeder, der zu diesem Bezirk gehörte – um von hier aus zu weiterer Hilfe eingesetzt zu werden. So war ich für die nächste Zeit buchstäblich allein. Da während der Bergung der Menschen das mir so teure Kunsthistorische Institut9 vollends ausgebrannt war, man also nichts mehr retten konnte, begab ich mich nach der Schillerstraße 7. Der Brand hatte sich dort mit großer Schnelligkeit den Dachstuhl entlang gefressen. Außerdem wirkte das Holzgerümpel um den Schornstein im Hof herum wie eine Brandfackel: das Gebäude brannte auch von hinten an. Außerdem brannte das ganze Treppenhaus so weit es aus Holz war, also bis zum Hochparterre, so daß es mir unmöglich war, nochmals hinaufzukommen. Stattdessen konnte ich nun in die Keller, die ich zuvor aufgeschlossen hatte. Beim Scheine einer Kerze begann ich diese Keller zu räumen und die Sachen in die Annenschule (10) hinüberzubringen, in welcher die Lagerinsassen durch dauerndes Löschen einen Brand verhindert hatten. Während ich mit diesem Transport beschäftigt war, kamen Flamen aus dem Lager, denen der deutsche Lagerführer aufgetra gen hatte, das noch zugängliche Auslands amt der Dozentenschaft (11) etc. auszuräumen. Man hatte bei dieser Gelegenheit, dank einer Wendeltreppe, noch einiges aus dem Seminarfür Vorgeschichte (12) bergen können.

Ich habe dann eine Gruppe dieser Flamen herangezogen und den Transport unserer Materialien mit dieser Trägerkolonne solange fortgesetzt, bis durch das Nachstürzen des brennenden Treppenhauses und starken Rauch weiteres Bergen zunächst unmöglich wurde. Erstais ich hiernichtmehrweiterkam, beschloß ich, nach der Wiesenstraße13 zu eilen, und einmal nach meiner Wohnung zu sehen. Das ganze Viertel war stark zerstört und brannte lichterloh. Meine Wohnung war durch Luftdruck demoliert und nicht zu gänglich. Inzwischen bestürmten mich die Bewohner der restlichen und nun auch vom Feuer bedrohten Häuser, ich möchte im Polizeipräsidium (14) um Hilfe bitten, auf dem Reichsgerichtsplatz (15) ständen Spritzen. Man habe jedoch auf das Bitten der Frauen nicht reagiert. Ich lief infolgedessen nach kurzer Orien tierung überdie Gesamtlage und den besten Anmarschweg der Feuerspritze zum Polizeipräsidium, wo es mir gelang, bis zum höchsten Einsatzstab vorzudringen. Ich trug mein Anliegen vor und mußte feststellen, daß man über diesen riesigen Brandkomplex, der auch große Fabriken umfaßte, noch gar nicht unterrichtet war! Ich hörte, daß inzwischen an der Universität weitere Betriebsfeuerwehren eingesetzt worden wären und eilte deshalb nach dieser Unterbrechung von ca. Dreiviertelstunden nach der Universität zurück. Eine Spritze suchte den Brand des romanischen Instituts gegen den Gol denen Bären (16) hin aufzuhalten.

Eine zweite holte am Augustusplatz das Wasser aus den neuen Becken und war am Hauptgebäude eingesetzt. Eine dritte schützte dann das Rentamt (17) und den Goldenen Bären von der Rückseite. Als einzige Helfer waren inzwi schen Herr Fritsche18 und Herr Dr. Franke19 eingetroffen. Herr Fritsche suchte den Brand des Antiken Museums und seiner Werkstätten mit einer Schlauchleitung zu bekämpfen, dessen Dach, durch die vom Mittelbau herunterfallenden Glutmassen in Brand geraten war. Dr. Frank löschte mit einer Schlauchleitung im Hof PaulinerkircheSenatssaal (Rektorat und Quästur brannten schon (21). Als ich kam, übernahm ich diese Aufgabe, während Dr. Frank nach der Ritter straße ging, um dort weiter zu löschen. Trotzdem die Mannschaft der kleinen Betriebsfeuerwehr sich eifrig bemühte, war der Wasserdruck der Kraft des Feuers gegenüber noch immerzu gering. Wir mußten uns darauf beschränken, durch Weiterbau der Leitung vom Turm der Paulinerkirche aus das Weitergreifen des Feuers auf die Paulinerkirche zu verhindern. Nachdem ich hierbei selbst mitgelöscht hatte, versuchte ich nochmals, die Motorspritze der Universität in Gang zu bringen, der Hydrant gab jedoch, wie schon anfangs festgestellt worden war, kein Wasser. Inzwischen standen die Universitätsgebäude Fürstenhaus-Beguinenhaus (22) bis auf den Grund in Flammen.

Da bemerkte ich, daß das Feuer vom Antiken Museum aus nach der Hofseite durchbrach und daß dadurch das noch völlig intakte Archäologische Institut (23) bedroht wurde. Ich verlängerte deshalb eine Schlauchleitung mit den Schläuchen der unbenutzten Motor spritze, bestieg mit einem Mann der Be triebsfeuerwehr die Mauer und löschte das Feuer im Gang an dieser Seite vollständig, so daß eine unmittelbare Gefahr für das Institut zunächst nicht bestand. Kurz danach ging das Wasser des Bassins aus. Die Feuerwehrleute bauten ab, um an anderer Stelle eingesetzt zu werden. Ich ging sodann durch das Archäologische Institut in dessen untere Räume in der Ab sicht, die Türe nach den Luftschutzgängen hin zu öffnen und Material zu bergen. Ich bekam jedoch die verschlossene Tür nicht auf. Fernerwaren meine Kerzen abgebrannt – es war in diesem Raum stockfinster. Die steile Treppe öfters hinauf- und herunterzu gehen war ich nicht mehr imstande; denn ich war, zudem durch meine Kriegsversehrung belastet, am Ende meiner Kräfte. Außerdem konnte ich meine durch Splitter und Rauch entzündeten Augen nur mit Mühe aufhalten.

So erfaßte ich, was ich noch tragen konnte: Herrn Kirstens Photoapparat und die Tasche mit den Objektiven, außerdem eine Schreibmaschine des Institutes, die ich im Schein eines Streichholzes auf dem Tische liegen sah. Meine und Herrn Kirstens hoch gelagerte Stapel empfindlicher Glasnegative – das Ergebnis unserer zehnjährigen Aufnahmetätigkeit – mußte ich leider liegen lassen. Ich verbarg diese Sachen im Laub der Anlagen und überlegte erschöpft und verzweifelt das weitere. Ich mußte ein Institut nach dem anderen abbrennen sehen, weil keine Hilfe eintraf-weil nicht einmal, um bergen zu helfen, sich irgendwelche Mitglie der der Universität durchgeschlagen hatten oder dageblieben waren und Hand anlegten. So drang ich durch das brennende See burgviertel, durch den Augenlidkrampf zu nehmend behindert, zu Herrn Kirstens Wohnung vor. Dieser war gerade vom Polizei dienst, den er zufällig in dieser Nacht in Lindenau hatte, zurückgekehrt und ging mit mir sofort zur Universität. Dort mußten wir feststellen, daß inzwischen auch das Archäologische Institut und sein Keller (samt unseren Negativen!) niedergebrannt war. Das Feuer hatte sich, neuerlich entfacht, von oben her herangefressen.

Da ich nun nicht mehr sehen konnte, brachte mich Herr Kirsten in die Sanitätssta tion der Annenschule, wo ich behandelt wurde und während der Nacht mit geschlos senen Augen liegen blieb. Gegen 5 Uhr morgens vermochte ich meine Augen wieder zu öffnen und setzt die Bergungsarbeiten fort. Ich stellte fest, daß der Keller des Psychologisch-Pädagogischen Instituts noch stand, und daß er nunmehr von der Hofseite aus zugänglich war, nachdem das Feuer dort ausgebrannt war. Nachdem ich festgestellt hatte, daß meine Wohnung in der Wiesenstraße noch stand, suchte ich in der Nähe Herrn Prof. Volkelt in seiner Privat wohnung auf, der seinen Wohnblock gegen das Übergreifen des Feuers hatte abschirmen müssen, berichtete ihm und kehrte mit ihm zur Schillerstraße 7 zurück, um mit ihm ge meinsam das im Keller Verbliebene heraus zuholen und in das Kesselhaus zu bringen. Dabei konnte dann eine Gruppe von Soldaten helfen und zuletzt Herr Fritsche. So endete am Sonntagabend meine unmittelbar mit der Katastrophe zusammenhängende Tätigkeit.


Erläuterungen

1 Hans Volkelt: geb. 1886 in Basel, gest. 1964 in Göppingen; planm. außerordentl. Professor für Ent wicklungspsychologie und politische Pädagogik, Direktor des Psychologisch-Pädagogischen Institutes.

2 Universitätsdreieck: Gebäude der Universität zwischen Augustuspiatz-Grimmaische StraßeUniversitätsstraße.

3 Regierungsassistent Arthur Martin – Pedell an der Universität.

4 Das Hauptgebäude der Universität war das Augusteum.

5 Der Baukomplex Felsche, Eulitz und Borneanum befand sich in der Grimmaischen Straße.

6 Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, gegründet 1846, hatte zwei große Räume im Augusteum. Dort befanden sich auch das Archiv und die Bibliothek.

7 Königsplatz: heute Wilhelm-Leuschner-Platz. 8 Johanna-Park: heute Teil des Clara-Zetkin-Parkes. 9 Das Kunsthistorisohe Institut befand sich in der 1. Etage des Augusteums. 10 Annenschule (Höhere Handelsschule für Mädchen) in der Königsstraße 33 – heute Gold schmidtstraße. Dort waren im 2. Weltkrieg ausländische Zwangsarbeiter untergebracht.

11 Das Auslandsamt der Dozentenschaft befand sich in der 1. Etage im Gebäude Schillerstraße 7.

12 Das Seminar für Vorgeschichte befand sich auch in der 1. Etage des Gebäudes Schillerstraße 7.

13 Wiesenstraße: heute Gustav-Mahler-Straße. 14 Das Polizeipräsidium befand sich in der Wächterstraße.

15 Reichsgerichtsplatz: später Georgi-Dimitroff Platz. 16 Das Haus Goldener Bär in der Universitätsstraße 11/13 war das Domizil des von Karl Lamprecht begründeten Instituts für Kultur- und Universalgeschichte.

17 Das Haus Schillerstraße 8 beherbergte das Universitäts-Rentamt.

18 Carl Fritsche- Laborant am Psychologischen Institut. 19 Studienassessor Dr. Richard Walter Franke – stellvertretender Leiter des Studentenwerkes und nebenamtlicher Universitätsarchivar.

20 Das Antiken-Museum ist gleichbedeutend mit dem Museum des Archäologischen Institutes. Es war untergebracht in mehreren Räumen im Johanneum und Augusteum mit Eingang Schillerstraße 8. 21 Senatssaal, Rektorat und Quästur befanden sich im Augusteum.

22 Der Gebäudekomplex Fürstenhaus – Beguinenhaus befand sich in der Grimmaischen Straße Ecke Universitätsstraße.

23 Die Räume des Archäologischen Institutes befanden sich in der 2. Etage des Albertinums.

24 Erich Kirsten – Institutshandwerker und Fotograf am Kunsthistorischen Institut. Kirsten und Küas haben gemeinsam zahlreiche archäologische Funde fachgerecht fotografiert.